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Beikost

Beikost

Am besten lässt du dein Kind entscheiden...
 Irgendwann ist es soweit. Bei den meisten Säuglingen wächst zwischen dem sechsten und neunten Monat ein deutliches Interesse an Beikost. Beikost ist jedes Nahrungsmittel sowie Getränk, das dem Baby im ersten Jahr neben der Muttermilch oder der künstlichen Säuglingsmilchnahrung zum Essen oder Trinken gegeben wird. Der Zeitpunkt an dem Beikost zugefüttert werden kann ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Oft macht sich bemerkbar, dass beigefüttert werden soll, wenn das Kind immer öfter an die Brust will.


Hebammen raten zumeist,
frühstens ab dem
6. oder 8. Monat
mit Beikost zu beginnen.  
Meist merkt man ja,
wenn das Kind
aufmerksam
das Essgeschehen beobachtet
und mitmachen will.



Am besten fand ich es, mein Kind zu beobachten und selbst entscheiden zu lassen, wann es etwas probieren will. Aber das Kind sollte schon sitzen können und den Zungenstoßreflex, der auslöst, feste Nahrung mit der Zunge wieder aus dem Mund zu schieben, nicht mehr anwenden. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind lautet  mein Tipp so. Wenn das Kind Interesse am Essen zeigt ruhig probieren lassen aber bitte darauf achten, dass das Stillen noch Hauptnahrungsquelle bleibt. Das ändert sich mit der Zeit langsam und stetig sowieso. Für mich war und ist es immer wichtig Übergänge so sanft wie möglich zu gestalten.

Unser Sohn hat mit einem halben Jahr an seinem ersten Stück Brot rumgelutscht, fand es dann aber noch nicht so toll und hat dann erst Monate später einen neuen Anlauf, diesmal mit Obst gewagt. Fingerfood, also frisches Obst und Gemüse handlich zugeschnitten kommen auch heute noch an. Unsere kleine Tochter hat mit acht Monaten Interesse am Essen bekommen und möchte immer genau das probieren ,was wir auch haben.
 
Unsere Kinder bekommen keine Fertigprodukte, da sie nicht nur teurer sind als selbst zubereitete Sachen, sondern auch meist süßer, also mit Zucker versetzt. Zucker sollte nur in Form von frischem Obst gegeben werden. Für den Anfang geeignetes Obst ist: Geriebener Apfel oder Birne, wenn es nicht als Fingerfood serviert wird. Beides sollte bevor es dem Kind angeboten wird stehen gelassen werden, denn erst wenn das Obst etwas braun geworden ist, kann es  das Kind leichter verdauen. Obst kann auch kurz angedünstet werden, dann wird es bekömmlicher. Banane aus kontrolliert-biologischem Anbau eignet sich ebenfalls.


Manche Eltern möchten es vielleicht zuerst mit Gemüse probieren. Dazu eignen sich Pastinaken, Zucchini, Kartoffeln, Brokkoli, Blumenkohl, und auch der Kürbis. Karotten kommen immer mehr in Verruf, da sie auch gekocht ein relativ schwer verdauliches Gemüse sind und dazu nicht gerade allergenarm.

Als Getreidesorte eignet sich die Hirse. Sie ist sehr eisenreich, und glutenfrei. Auch Reis ist glutenfrei, allergenarm und mild im Geschmack. Im ersten Jahr sollte Getreide nur in Form von Getreideflocken gegeben werden. Es gibt sowohl Flocken, die man aufkochen muss, als auch solche, die man einfach in trinkwarme Flüssigkeit oder Obstmus einrühren kann. Ich bevorzugte letztere, denn sie eignen sich besser, da Muttermilch und künstliche Säuglingsmilchnahrung nicht gekocht werden darf. Wichtig ist, dass die Lebensmittel, die beigefüttert werden frisch sind.


Generell wird geraten,
immer nur ein
neues Nahrungsmittel
pro Woche
einzuführen.


Das ist sinnvoll, damit bei einer Unverträglichkeit nicht noch spekuliert werden muss, was von der angebotenen Nahrung nicht vertragen wurde. Ein weiterer Grund sind die sanften, natürlichen Übergänge, um dem kleinen Organismus die Möglichkeit zur schonenden Umstellung zu geben.
 
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