| Der weise Entschluss zu stillen |
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Viel hängt von der bewussten Entscheidung zu stillen ab. Viel hängt von der bewussten Entscheidung zu stillen ab. Ist man sich nicht sicher, ob man stillen möchte oder hat insgeheim eine Abneigung gegen das Stillen, kann das zu Problemen führen. Dann hat man vielleicht zu wenig Milch oder das Anlegen funktioniert nicht richtig. Dann ist es auf jeden Fall besser das Kind mit der Flasche liebevoll zu ernähren, da sich ansonsten negative Gefühle auf das Kind übertragen können.
Physiologisch sind 99 Prozent aller Frauen fähig ihr Kind zu Stillen. Es ist reiner Aberglaube, dass die Größe der Brust entscheidend ist ob gestillt werden kann oder nicht. Schlupfwarzen oder Hohlwarzen stellen ebenfalls kein Hindernis dar. Leider hat sich meine Mutter wie viele Frauen damals einreden lassen, dass sie mit ihren Brustwarzen sowieso nicht stillen kann. Abgesehen von den Kriterien der Ernährungsphysiologie des Stillens sind die seelischen Gesichtspunkte von enormen Stellenwert. Während der Schwangerschaft hat sich ja schon eine enge Beziehung zwischen Mutter und Kind aufgebaut und Stillen ist eine gute Basis diese zu vertiefen. Das Urvertrauen des Kindes wird gestärkt, die Intuition und der Instinkt der Mutter gefördert. Es war und ist für mich ein unbeschreibliches Gefühl, das Wissen zu leben, ein Lebewesen aus mir selbst heraus zu ernähren. ...Den Geruch des saugenden Babys in mich aufzunehmen und es stundenlang an meinem Körper zu tragen. Ich habe mich oft darüber gewundert, wie fit ich nach den vielen wachen Nächten war. Durch das Prolaktin sinkt das Schlafbedürfnis und man wird geduldiger. Das war auch gut so, denn unser Sohn hatte von Anfang an das Bedürfnis immer nur kurz an der Brust zu saugen und dann daran einzuschlafen, nur um kurz darauf wieder aufzuwachen und weiternuckeln zu wollen. Dieses Stillverhalten wird auch Clusterfeeding genannt und ist bei Säuglingen völlig normal. Man muss auch keinerlei Ängste haben, weil es manchmal so aussieht, als würde das Kind nicht satt werden. Das häufige Saugen ist ein Hinweis an die Brust, die Produktion hochzufahren, weil ein Wachstumsschub bevorsteht. Das Baby ist satt, wenn es ungefähr fünf mal am Tag uriniert und in den ersten sechs Wochen mindestens zwei bis vier mal am Tag (später reicht auch einmal und auch einmal in vier Tagen ist im Rahmen des normalen) Stuhlgang hat. An einer festen Haut kann man auch erkennen, ob ein Kind wohl genährt ist. Ebenso ist es für das Baby wichtig so viel Körperkontakt wie möglich zu haben. Das Stillen gibt Sicherheit, Geborgenheit und Urvertrauen. Der Säugling kann den Geruch der Mutter aufnehmen ihre Wärme spüren und ihre Stimme hören, während es genüsslich an der Brust saugt. Ich glaube diese Zeit ist gemeint, wenn vom Schlaraffenland die Rede ist. Worauf man beim Anlegen achten sollte ist, dass die Brustwarze vom Kind richtig aufgenommen wird, damit es keine Luft schluckt, was häufig zu Blähungen führt. Bis heute hat sich die Theorie der blähenden Lebensmittel noch nicht bewiesen doch es kursieren immer wieder Ratschläge und Warnungen, was eine Mutter essen und auf was sie verzichten sollte. Da hilft eigentlich nur eins. Ausprobieren. Ich habe bis jetzt nicht herausfinden können von was die Blähungen bei unserem Sohn kommen, wenn er welche hat und habe mittlerweile aufgegeben mich wilden Spekulationen hinzugeben. Bei Zitrusfrüchten habe ich jedoch das Gefühl, das der Kleine darauf reagiert. Aber auch da ist jedes Kind anders und vorsichtiges Probieren schadet sicher nicht. |