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Das Tragetuch

Es gibt die verschiedensten Arten von Tragetüchern. Ich selbst benutze auch verschiedene Tücher, je nach Situation. Ein elastisches für die ersten paar Monate.

„Der elastische Stoff schmiegt sich wie eine zweite Haut um Mutter und Kind und passt sich den Proportionen genau an. Dadurch gibt es weniger Druckstellen, und das Gewicht des Babys wird besser verteilt, was auch Eltern, die zu Rückenproblemen neigen, das Tragen ermöglicht. Besonders geeignet ist ein elastisches Tragetuch für Babys mit KISS-Syndrom, Babys mit Spasmen und für alle Babys, die auf Druck mit Gegendruck reagieren und z.B. in einem klassischen Tragetuch ein Hohlkreuz machen. Für Babys mit Down-Syndrom oder herabgesetztem Muskeltonus ist ein Jersey-Tragetuch allerdings genau verkehrt. Hier sollte unbedingt ein gewebtes Tragetuch
verwendet werden, um genug Halt geben zu können. Entgegen den Empfehlungen ist auch bei Frühchen und Neugeborenen kein elatisches Tuch zu verwenden, denn auch diese besitzen noch einen zu schwachen Muskeltonus. Ein kreuzgewebtes Tuch gibt Halt und die nötige Festigkeit.
Nachteilig ist bei dem elastischen Tragetuch, dass nur 3-lagige Bindetechniken verwendet werden können. Auch kann man damit Babys nur bis ca. 9kg tragen. Eltern, die ihr Kind länger tragen wollen, müssten dann auf ein gewebtes Tragetuch oder eine andere Tragehilfe umsteigen.

Standardmaße eines elastischen Tragetuchs sind: Länge 5,5 m, Breite 60 cm und schmal zulaufende Enden 20 cm, um das Knoten zu erleichtern.“

http://de.wikipedia.org/wiki/Babytragetuch

Ein 4,70m langes Tuch nehme ich für längere Spaziergänge und ein 2m Tuch, welches auch auf dem Bild mit der Oma zu sehen ist, in das ich meine Kinder schnell mal rein und rausholen kann und um die Kleinen zu Hause oder bei kürzeren Strecken entlastet zu tragen und dabei auch mal die Hände oder zumindest eine Hand frei zu haben.

Noch eine Möglichkeit, wenn gerade kein Tuch vor Ort, ist, zwei T-Shirts unterhalb der Arme horizontal abzuschneiden, so dass zwei Schläuche entstehen. Diese zieht man kreuzweise an, so dass sie diagonal über Schulter und Hüfte verlaufen, wie bei dem 2m Tuch, nun aber von beiden Seiten. Dann kann man sein Kind, wie bei der Kreuzbauchtrage, die weiter hinten  beschrieben wird, tragen. Diese Variante drückt auch nicht so auf dem Geldbeutel und mit etwas Phantasie lässt sich auch die T-Shirt-Trage sehr schön gestalten. Wichtiger ist jedoch, dass es das Kind bequem hat.

Manche Leute haben, als ich ihnen erklärte, dass ich keinen Kinderwagen habe und mein Sohn tragen würde, gemeint, er würde davon Haltungsschäden bekommen. Bei den Naturvölkern, die auch ihre Kinder von Anfang an tragen, sind Haltungsschäden seltener anzutreffen als in unserer sogenannten zivilisierten Welt. Unser Sohn ist mittlerweile ein recht munterer Hüpfer und unsere Tochter ist auch schon fix unterwegs.

„Aus biologischer Sicht sind weit verbreitete Vorurteile, z.B. dass das Tragen schädlich für die Wirbelsäule sei, nicht haltbar. Auch medizinisch spricht nichts gegen das Tragen gesunder Säuglinge über längere Zeiträume. Nach Untersuchungen von Evelin Kirkilionis treten bei getragenen Kindern Wirbelsäulenauffälligkeiten nicht häufiger auf, als bei Kindern, die im Kinderwagen gefahren werden. Vielmehr kommt das Tragen der Wirbelsäule des Säuglings sogar entgegen, da sich die doppelte S-Form erst während des ersten Lebensjahres entwickelt. Tragen in der Anhock-Spreizhaltung kann sogar Hüftdysplasien vorbeugen, es sind zudem Fälle dokumentiert, bei denen bereits vorhandene Hüftdysplasien ohne medizinische Eingriffe wieder verschwanden, nachdem die betroffenen Babys im Tuch getragen wurden.“

Das ist natürlich nicht zu beweisen und absolut subjektiv, trotzdem bin ich der Meinung, dass meine beiden Kinder so wenig geweint haben oder im Fall meiner Tochter, die ja noch recht frisch hier auf Erden ist, so wenig weint, weil sieso viel Körperkontakt haben, dass weinen meist gar nicht notwendig ist.

Im Gegenteil. Sie sind sehr fröhlich und lachen viel. Natürlich sind auch meine Kinder quengeliger, wenn sie ihre körperlichen und geistigen Schübe hatten und noch haben. Doch abgesehen von diesen Zeiten weinen beide so gut wie nie.

Der Große muss sich natürlich von Zeit zu Zeit ausprobieren aber auch das ist wichtig, um ein gutes Selbstwertgefühl aufbauen zu können. Das heißt, er darf das und wir Erwachsenen müssen lernen gelassen damit umzugehen. Ja es gibt viel von unseren Kindern zu lernen.

 
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